Hallo!
Ich bin Theatermacher*in, Kulturvermittler*in, Medienpädagog*in und Referent*in - mit einer großen Neugier auf neue Themen verfolge ich ein klares Ziel: Kultur zugänglicher, partizipativer und vielfältiger zu gestalten - insbesondere für junge Menschen. Statt mich auf ein einziges Fachgebiet festzulegen, arbeite ich bewusst interdisziplinär. Die verschiedenen Rollen – ob auf, hinter oder neben der Bühne – sind eng miteinander verflochten. All diese Arbeitsbereiche verbinden den Wunsch, kreative Prozesse gemeinsam zu gestalten, Gruppen zu begleiten, Barrieren abzubauen und mehr Menschen den Zugang zu Kunst und kulturellen Einrichtungen zu ermöglichen.
Theater als Tool für gesellschaftliche Teilhabe zu nutzen ist eine meiner Hauptfoki. Erste Theaterprojekte entstanden aus dem Wunsch, Theater zu gestalten, das ohne Wettbewerbsdenken funktioniert und eine gemeinschaftliche, wertschätzende Praxis zeigt. Partizipation und Mitgestaltung sind dafür der Schlüssel, insbesondere wenn es um die Arbeit mit jungen Menschen geht.
Ein Praktikum bei ASSITEJ Südafrika war eine prägende Erfahrung in diesem Bereich. Unter der Leitung von Yvette Hardie habe ich den 19. Weltkongresses und Festivals für Kinder- und Jugendtheater mit organisiert. In dieser Zeit nahm ich das Potenzial von Theater als Instrument für sozialen Wandel zunehmend wahr. In diesem Zuge wurde die Wichtigkeit des Rechts jeden Kindes auf Zugang zu Kultur und der Teilhabe daran sehr deutlich.
Weitere Erfahrungen in Großbritannien – insbesondere in London und Schottland – zeigten, wie vielfältig, inklusiv und zugänglich Theater sein kann, wenn entsprechende Konzepte ernst genommen werden. Ich habe an der Goldsmiths University of London einen Master in Applied Theatre absolviert. Dort lernte ich die beeindruckende Arbeit von BLINK Dance Theatre kennen und vertiefte mein Engagement in der Londoner Theaterszene. Ich leitete Projekte für das Herts Inclusive Theatre und nahm an Kursen wie „Visuelles Geschichtenerzählen“ (Theatre Rites), „Sensory-Thteatre“ (Oily Cart), „Aesthetics of Access“ und „Alternative Ansätze zur Barrierefreiheit für das Publikum“ (UnLabel) teil.
Im Jahr 2023 habe ich ein Stück für das Kulturprogramm der Special Olympics World Games 2023 konzipiert. Die Show war eine „Relaxed Performance“, enthielt kreative Übertitel auf der Bühne und ermöglichte die Mitwirkung von jungen Menschen mit und ohne Behinderung im Ensemble. Die Pressestimmen waren durchweg positiv.
In diesem Zusammenhang wurde ich zu einer Künstlerresidenz zum Thema „Diverse Voices in Youth Theatre“ in Schottland eingeladen.
Derzeit konzentriere ich mich auf die Entwicklung von „Aesthetics of Access“ und „Relaxed Performances“ in meinen eigenen Stücken – sowie darauf, Produktionen in einem Prozess hin zu barrierefreien Formaten zu begleiten. Außerdem entwickle ich interdisziplinäre barrierefreie Formate, wie zum Beispiel „The Silent Hour“ für die Ausstellungen der Berlin Biennale 2025.
Auch wenn Idealismus oft auf Widerstand stößt, zeigen die Erfahrungen, dass es sich lohnt. Die Nachfrage ist da, die Wirkung ist spürbar, und mein Ziel ist klar: Theater und kulturelle Bildung als offene, befähigende Räume zu gestalten – für alle, die Teil der Gesellschaft sind.